Giovanni Raspini präsentiert Vanitas Mundi
Die große Schmuck-, Möbel- und Gemäldeausstellung.

«Heute gibt es kaum noch Überraschungen. Doch Giovanni Raspini überrascht: Er ist ein gotischer Künstler.» So definiert der Kritiker Philippe Daverio das neue Projekt Vanitas Mundi (Ein makabrer Tanz zwischen Ironie, Glamour, Gotik und Kitsch), im Vorwort des gleichnamigen Buches, das das Mailänder Debüt der großen Ausstellung mit einzigartigen Stücken der toskanischen Marke begleitet. Schmuck, Gegenstände, Möbel, Gemälde: Diese und viele andere Produkte erwachen vom 17. bis zum 19. November 2017 in den prächtigen Räumen des Palazzo Visconti in Mailand zum Leben. 

Was sind die Vanitas? Vielleicht ein makabreres, gespenstisches Motiv? Auf keinen Fall, denn für den toskanischen Silberschmied wird der «memento mori» ein Grund, das Leben zu feiern, die glücklichen und unbeschwerten Jahre eben durch die künstlerische Metapher des Todes zu besingen. So wird das Grinsen des Schädels zu einem ironischen Lächeln und die Schatten werden zu Licht, im Zeichen des zeitgenössischen, neugotischen Glamours. Hier sind Halsketten aus Schlagen, Skelettohrringe, Stühle mit Skorpionen, allegorische Spiegel und Kronleuchter mit Fledermäusen. Symbole der Ewigkeit wie Schildkröten und Muscheln kombiniert mit kurzlebigen Wächtern wie Spinnweben oder Schmetterlingen. Ein Bouquet voller Inspirationen, die von symbolträchtigen und surrealen Elementen zur Stärke von Giovanni Raspini heranwachsen: das modellierte Relief, die Wachsskulptur, die zu Silber oder Bronze wird, mit Dekor und Einsätzen aus Stein, Koralle, Wachs oder Harz.

Die Ausstellung Vanitas Mundi wird vom gleichnamigen Katalog begleitet, durch das Vorwort des Kritikers Philippe Daverio bereichert und in Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner und Designer Piero Figura ausgerichtet. Letzterer wird einen «nächtlichen Garten» nachstellen, also eine richtiges Bühnenbild voller dunkler Atmosphäre, purpurnem Samt und sanftem Licht. Alles ist inspiriert von der englischen Erzählung aus der Romantik, wo das Übernatürliche und Düstere sich in faszinierende und leidenschaftliche Erzählungen verwandelt.

«Eitelkeit der Eitelkeiten, und alles ist eitel.», sprach der Prediger. «Wir suchen das Wunder, die Schönheit und das Leben», antwortet Giovanni Raspini. Sic transit Vanitas Mundi.

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Vanitas Mundi (Ein makaberer Tanz zwischen Ironie, Glamour, Gotik und Kitsch)
17., 18., 19. November 2017 vom 10.00 bis 20.00 Uhr – freier Eintritt
Palazzo Visconti, Via Cino del Duca, 8 – Mailand